Der geplante Solarpark Mutlanger Heide

Nach den derzeitigen Plänen werden auf einer Fläche von maximal 14,5 Hektar, auf Schwäbisch Gmünder Gemarkung der so genannten Mutlanger Heide, Solarmodule mit einer Gesamtleistung von sieben Megawatt montiert. Mit jährlich sieben Gigawattstunden Leistung werden diese nach Fertigstellung Energie für etwa 2300 Haushalte erzeugen. Im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken auf der Basis von Öl oder Kohle werden dabei jährlich rund 3500 Tonnen CO2 eingespart. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Nach einer viermonatigen Bauzeit wird mit der Fertigstellung bis Ende 2012 gerechnet. Die Betriebsdauer ist auf mindestens 20 Jahre angelegt. Nach Stilllegung der Anlage ist die Fläche durch Rückbau der Module der ursprüngliche Zustand wiederherzustellen (Festlegung laut Entwurf des Bebauungsplans).

Die Mutlanger Heide ist aufgrund ihrer ehemals militärischen Nutzung (Geschichte) eine sogenannte Konversionsfläche. Der Begriff steht für Umnutzung oder auch Nutzungsänderung. Nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) gibt es für Solarparks auf solchen Konversionsflächen eine Netzeinspeisevergütung. Diese ist notwendig, um eine solche Anlage rentabel betreiben zu können. Das nach Süden abfallende Gelände eignet sich hervorragend zur Nutzung der Sonnenenergie und somit als einen Beitrag zum lokalen Ausbau der Erneuerbaren Energien.

 

Abstand zur Bebauung

Das Gelände, auf der Solarpark errichtet werden soll, grenzt nördlich und östlich an ein Wohngebiet,...

...das zur Gemeinde Mutlangen gehört. Nach dem ersten Entwurf des Bebauungsplans ist zu dieser Wohnbebauung ein Abstand von 20 Metern auf Gmünder Gemarkung einzuhalten. Dazu kommt der Abstand auf Mutlanger Gemarkung von der Bebauung bis zur Gemarkungsgrenze von ca. 6 Metern. An der östlichen Flanke des Geländes ist eine bestehende Eingrünung zu erhalten, so dass der Abstand zur ersten Häuserreihe an dieser Flanke stellenweise bis zu 33 Meter beträgt.

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Begrünung

im Zusammenhang mit der Aufstellung eines Bebauungsplans wird von der Stadt Schwäbisch Gmünd für den Solarpark ein umfangreicher Grünordnungsplan...

...erstellt. Zur Einbindung des Solarparks ins Landschaftsbild sowie als Sichtschutz für Anwohner ist demnach geplant, bestehende Eingrünungen im Umfeld des Parks soweit wie möglich zu erhalten und diese durch neu anzulegende Eingrünungen zu ergänzen. Konkret sollen die bestehenden Gehölzflächen an der Ostflanke des Parks erhalten und gegebenenfalls nachverdichtet werden. An der gesamten Nordflanke des Parks ist eine etwa fünf Meter breite Eingrünung mit einer Höhe von drei Meter als Sichtschutz für die Anwohner anzulegen.

Um diesen Sichtschutz am nordwestlichen Ausläufer des Solarparks realisieren zu können, soll eine bestehende Asphaltfläche, die an dieser Stelle zwischen der Einfriedung des Parks und der Gemarkungsgrenze zu Mutlangen liegt, entsiegelt werden. Zudem wird dadurch auch ein von Anwohnern aus der Gemeinde Mutlangen geäußerter Wunsch berücksichtigt.

An der westlichen sowie der südlichen Flanke des Parks ist zwischen der Umzäunung und dem öffentlichen Randweg eine durchgehende, ca. 0,7 Meter hohe Hecke geplant. Weitere Eingrünungen sind am festgestellten Verlauf des Limes auf dem Areal des Solarparks vorgesehen. An der Südkante des Verlaufs soll ein wiederum etwa drei Meter hoher Sichtschutz angelegt werden, an der Nordkante findet sich eine Hecke mit einer Höhe von maximal 0,7 Meter.

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Lärm

Direkte Lärmquellen gibt es bei Fotovoltaikanlagen auch in dieser Größenordnung nicht. Die Solarmodule sind...

... fixiert und somit unbeweglich. Geräusche entstehen von den Lüftern in den Wechselrichtern. Wechselrichter wandeln die von den Mondulen gelieferte Gleichspannung in eine netzkonforme Wechselspannung um.

Die, nach derzeitigem Planungsstand, vier zentrale Stationen, die zum Betrieb des Solarparks notwendig sind, werden möglichst weit von der Bebauung entfernt errichtet. Alle Trafostationen befinden sich südlich des Limesverlaufs. Die Distanz der Trafostation, die am nächsten zu einer Bebauung liegt, wird etwa 130 Meter Luftlinie betragen.

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Limes

Eine von den Stadtwerken Schwäbisch Gmünd veranlasste Erkundung durch das Landesamt für Denkmalpflege...

...hat den Verlauf des Limes quer durch das Gelände Mutlanger Heide bestätigt. Die ehemalige römische Grenzanlage zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Das Landesdenkmalamt hat zur Vorgabe gemacht, den Verlauf des Limes von den Solarmodulen freizuhalten - inklusive Schutzabstanz eines 30 Meter breiten Streifens. Das ist auch so im Bebauungsplan festgelegt.

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Zugang zum Solarpark

Aus Sicherheitsgründen wird der Solarpark umzäunt. Der Doppelstabgitterzaun aus verzinktem Stahl wird etwa zwei Meter...

... hoch werden. Für reguläre Kontroll- und Wartungsarbeiten ist an der südlichen Flanke des Parks (östlich des Regenwasserrückhaltebeckens) ein Tor vorgesehen.

Um den Freizeitwert der Fläche für die Anwohner zu erhalten, ist ein um das Solarparkgelände umlaufender Randweg geplant. Wo möglich, werden bereits bestehende Wegführungen in diesen integriert.

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BürgerEnergie Stauferland eG

Die Idee zum Bau des Solarparks Mutlanger Heide ist unabhängig von der Gründung einer Energiegenossenschaft...

...entanden. Folglich sind die künftigen Mitglieder der BürgerEnergie Stauferland eG nicht automatisch am Solarpark Mutlanger Heide beteiligt. Doch die Genossenschaft kann mit den Stimmen ihrer Mitglieder beschließen, Anteile am Solarpark zu erwerben.

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Zeitplan

Dezeit findet die EU-weite Ausschreibung zur Auswahl...

... des Anlagenbauers statt. Paralell dazu arbeitet die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd an der Erstellung eines Bebauungsplans für die Mutlanger Heide. Mit der Erteilung der Baugenehmigung rechnen die Stadtwerke bis Mitte 2012. Der Bau des Solarparks ist ab dem Sommer 2012 geplant. Die Fertigstellung wird voraussichtlich im Dezember 2012 sein.

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Kontakt

Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH
Bürgerstraße 5
73525 Schwäbisch Gmünd

Ana Zait
Unternehmensentwicklung
Telefon: 07171 - 603 8504

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